Diebstahl: GPS-Box bringt gestohlenen Lkw zurück

BISSENDORF, 19.02.2014 - Die Werner Winter GmbH hatte Glück im Unglück: Die Recyclingfirma erhielt ihren gestohlenen Lkw nach wenigen Tagen wieder zurück. Eine im Fahrzeug versteckte GPS-Ortungsbox machte es möglich.

Disponent überwacht die Position der Fahrzeuge
Das GPS-Ortungssystem schützt nicht nur vor Diebstählen, sondern erleichtert auch die Arbeit: Der Disponent sieht auf dem Bildschirm, wo sich Fahrzeuge und Baumaschinen befinden. Lästige Telefonate entfallen.
C-track GPS Ortung: Hardwarebox
Die Hardware-Boxen lassen sich problemlos in Fahrzeugen
und Baumaschinen verstecken. | Fotos: C-track

Die in Rheine ansässige Firma Werner Winter fiel Ende Oktober letzten Jahres einem besonders dreisten Diebstahl zum Opfer. Als ein Mitarbeiter um 6.45 Uhr den Dienst antreten wollte, fehlte sein Fahrzeug. Es stand nicht mehr dort, wo er es tags zuvor auf dem abgeschlossenen Betriebsgelände abgestellt hatte. Sofort benachrichtigte er die Kollegen im Büro. Unbekannte Täter hatten in der Nacht einen Zaun aufgeschnitten und mit dem gestohlenen Lkw einen Zaunpfahl umgerammt. Zuvor luden sie einen Container mit acht Tonnen Kupferkabel im Wert von etwa 15.000 Euro auf.

In dem erbeuteten Transporter fährt – wie auch in den übrigen Fahrzeugen der Firma – eine kleine Ortungsbox mit. Sie sendet Ctrack, einem System zum Fuhrparkmanagement, die aktuellen Positionsdaten. Da die GPS-Ortungsbox mit leistungsfähigen Akkus ausgestattet ist, verfolgt sie auch nach Abklemmen der Batterie den Standort des Fahrzeugs.

Die Kollegen des Fahrers im Büro schauen sofort nach, wo sich der entwendete Lkw befindet: In Holland. Sofort rufen sie in der Zentrale von Ctrack Deutschland an und alarmieren die Kriminalpolizei. Dank der aktuellen Ctrack-Positionsdaten stellt die niederländische Polizei das Fahrzeug wenig später in einem Industriegebiet bei Hengelo sicher. Nach zwei Tagen kriminaltechnischer Untersuchungen darf ein Mitarbeiter der Firma das Fahrzeug abholen.

Der Container samt Kupferkabeln bleibt allerdings verschollen. Darüber hinaus verursachen demolierte Türschlösser, ein durchgebrannter Anlasser und zerstörte elektrische Leitungen einen Schaden von rund 4.000 Euro. Doch der wiederbeschaffte Lkw hat einen Wert von etwa 20.000 Euro, ein neuer würde gar 120.000 Euro kosten. Damit hat das Unternehmen durch sein Fuhrparkmanagementsystem eine Menge Zeit und Geld gespart. eb