Profimäher 2017: Was gibt es Neues auf dem Rasen?

HEIDECK, 03.04.2017 – In der Klasse der hochwertigen Profimäher werden neue Technologien und Entwicklungen von den Herstellern häufig erstmals in der Praxis genutzt. Auch in diesem Jahr finden sich hier wieder viele spannende und innovative Produkte. Das Smartphone wird auch auf dem Rasen in Zukunft eine zentrale Rolle spielen.

Von Sonja Bauer

Der neue PrecisionCut Fairway-Mäher 8900A von John Deere
Der PrecisionCut Fairway-Mäher 8900A feierte im Januar auf der BTME Messe in der englischen Stadt Harrogate sein europäisches Debüt. | Foto: John Deere

Jeder Profi weiß wie wichtig es ist das passende Gerät einzusetzen, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Das gilt sowohl für die intensive als auch extensive Grünflächenpflege. Schade nur, dass bei all den technischen Fortschritten das Gros der Machinen noch von Verbrennungsmotoren angetrieben wird. Die Nachfrage nach leiser und abgasfreier Profitechnologie steigt aber weiter. Unter anderem rechnen führende Hersteller damit, dass der Markt für Mähroboter auch in den kommenden Jahren weiter wächst. Intelligente Steuerungssysteme beispielsweise per App via Smartphone unterstützen den Trend zum autonomen Fahren.

Zero-Turn Mäher für Wendigkeit und Fahrspaß

Echo Motorgeräte aus Metzingen präsentiert mit dem leistungsstarken Nullwendekreis-Mäher Ariens APEX 48 eine Maschine für große Rasenflächen, wo um Bäume, Pflanzinseln, Teichanlagen etc. herumgemäht werden muss. Zwei unabhängig voneinander angetriebene Hinterräder machen die Maschine so wendig, dass sie Hindernisse nicht nur präzise, sondern auch schnell umrundet. Der Zero-Turn Mäher erreicht Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 12,9 km/h, und kann damit laut Hersteller bis zu 13.500 m2 in einer Stunde mähen. Sein 122 cm breites Mähwerk mit Seitenauswurf lässt sich in 15 Schnitthöhen einstellen. Optional ist auch ein Mulch-Kit erhältlich. Hat man sich an die Steuerung gewöhnt, macht das agile Fahrverhalten des Nullwendekreismähers richtig Laune. Die Sitzposition ermöglicht guten Rundumblick, der gefederte Sitz ist bequem und für heiße Sommertage gibt es sogar einen Getränkehalter.

Der Ariens APEX 48 von Echo Motorgeräte
Der Ariens APEX 48 hat einen Kawasaki FR Motor mit 15,4 kW (20,89 PS). | Foto: Echo Motorgeräte

PrecisionCut von John Deere für das Fairway

John Deere bringt mit dem PrecisionCut Fairway-Mäher 8900A einen auf hohe Mähleistung und tadelloses Schnittbild ausgelegten Universalspindelmäher mit großer Gesamtschnittbreite. Zur Wahl stehen Schneideinheiten zwischen 66 und 76 cm Breite, mit einem Spindeldurchmesser von 18 cm. Damit erzielt der 8900A eine Gesamtschnittbreite von 2,90 m bzw. 3,30 m. Außerdem bieten beide Schneideinheiten einen optionalen Vertikutierer. Die 66 cm breiten Schneideinheiten sind mit 5-, 8- und 10-Blatt-Spindeln erhältlich. Sie lassen sich auf Wunsch mit Fairway Tender Conditioner sowie Rollenbürsten an der Nachlaufrolle ausstatten. Für noch höhere Mähleistung sorgen die 76 cm breiten Schneideinheiten mit ihren 5- bzw. 8-Blatt-Spindeln. Bei allen Schneideinheiten ermöglicht das sogenannte Speed Link System eine präzise, seitengleiche Schnitthöhenverstellung. Der 4-Zylinder Dieselmotor mit Direkteinspritzung leistet 48,3 PS (36 kW) und sorgt, so der Hersteller, für konstant gute Schnittqualität und Leistung am Hang. Ferner verfügt der Fairway-Mäher über ein Kontrollsystem, das die Einstellungen der Maschine leichter und die Bedienung effizienter macht, an Wartungsintervalle erinnert und Diagnosedaten anzeigt.

Robotermäher auch für Privatgärten

Robomow bietet mit der RX-Serie Rasenmähroboter der neuen Generation für kleinere Gärten an. Je nach Modell sind sie für Flächen bis zu 150, 200 oder 300 m2 konzipiert. Die kleinen Mähroboter sind mit neuester Technik ausgestattet. Die scharfen Messer und ein schwimmendes Mähdeck sollen eine fehlerfreie Geländeerfassung und einen exakten Schnitt ermöglichen, selbst bei unebenen Geländearten. Per Tastendruck lässt sich der Automower starten und mit Hilfe der Robomow-App kann der Anwender den RX20 sogar manuell steuern und Wochenpläne zum regelmäßigen Mähen erstellen. Der Nutzer kann verschiedene Statistiken zum Mäh-Prozess und Geräteinformationen abrufen.

Mähroboter der RX-Serie von Robomow
Die Rasenmähroboter der RX-Serie wurden für kleinere Flächen konzipiert. | Foto: Robomow

Aufsitzmäher und Rasentraktoren

Etesia  setzt auf neue Bedienkonzepte. Der Aufsitzmäher Bahia SLT Joyride wird ausschließlich über Joystick gesteuert und technische Einrichtungen, wie die automatische Fangkorbentleerung oder auch das An- und Abschalten des Mähwerks werden über die zentralen Bedienarmaturen angewählt. Nicht nur körperlich eingeschränkte Personen, sondern auch Profis, die den ganzen Tag auf dem Mäher sitzen, schätzen die Vorteile der bequemen Joystickbedienung. Sie kann wahlweise rechts oder links am Mäher angebracht werden. Der ferngesteuerte Gestrüppmäher Attila SKD mäht auch in schwierigstem Gelände. Durch das externe Bedienkonzept Etesia SLT ExxDrive wird es dem Nutzer ermöglicht, das Gerät durch gestengeführte Bedienung via App auf einem Tablet-PC zuverlässig und präzise zu steuern – und dies alles, ohne selbst auf dem Gerät zu sitzen. Sollte einmal ein Notfall eintreten, kann das Gerät über eine gesicherte Not-Aus-Funkleitung abgeschaltet werden. Diese Entwicklungsdienstleistungen erfolgen in Zusammenarbeit mit der innovativen Maschinenbau-Manufaktur Febrolift.

Herkules mit Hochentleerung

Der Herkules Rasentraktor HT102-24XD 2WD HD verfügt über Hochentleerung, LED-Tagfahrlicht, Tuff Torq K664 Profigetriebe und einen kraftvollen 2-Zylinder-Motor der Marke Briggs & Stratton. Für eine optimale Fahrgeschwindigkeit bei jeder Anwendung ist der serienmäßige, stufenlos regelbare Hydrostat mit Differenzialsperre zuständig. Das Mähdeck mit 2-Messer-System ist 102 cm breit. Der Fangkorb fasst 400 l. Die Hochentleerung erreicht eine maximale Entladehöhe von 187 cm und kann das aufgenommene Gras z.B. auf einen Anhänger werfen. Die Hebe- und Entleerfunktionen können durch zwei Kippschalter unabhängig voneinander gesteuert werden. Der Grasfangbehälter mit Hochentleerung lässt sich in jeder Position öffnen. An Komfort-Ausstattung gibt es z.B. praktische Ablagen, Getränkehalter und einen 12-Volt Anschluss.

Sabo auch für große Flächen geeignet

Die Sabo Rasentraktoren 107 H und 107 S (baugleich mit John Deere X155R und X125) punkten mit guten Mäheigenschaften. Mit einem 107 cm breiten Mähwerk, Doppelmesser-Antrieb und einer Spitzengeschwindigkeit von 8,4 (107 H) bzw. 9,0 (107 S) km/h sind auch große Rasenflächen keine besondere Herausforderung. Der 107 S mit Seitenauswurf schafft Flächen bis zu 5.000 m2 problemlos, während der 107 H als Heckfänger mit 300 l Fangsackvolumen sogar bis zu 6.000 m2 Rasen stutzt.

Der Sabo 107 S im Wintereinsatz
Der 107 S, hier mit Kehrbürste, leistet auch im Winter gute Dienste. | Foto: Sabo

Handgeführte Profimäher

Für Rasenflächen zwischen 1.000 und 2.500 m2 hat Viking die Rasenmäher-Serie 6 komplett überarbeitet und mit dem speziellen Mono-Komfortlenker ausgestattet. Das bietet zahlreiche Vorteile: der Grasfangkorb ist besonders einfach zu entnehmen und wieder einzuhängen und der Mäher lässt sich bequem um Büsche und Beete herumlenken. Für Transport oder Lagerung ist der Lenker im Handumdrehen eingeklappt. Die Baureihe 6 ist für die drei wichtigsten Mäh-Varianten gerüstet: das Gras im Fangkorb aufsammeln, nach hinten auswerfen und als Mulch kleingeschnitten auf den Boden rieseln lassen. Dafür sind die Mäher serienmäßig mit einem Multi-Messer ausgestattet. Ein zusätzlicher Mulchkeil ist im Lieferumfang enthalten. Soll der Grasschnitt aufgefangen werden, kommt der stabile Grasfangkorb mit 70 l Fassungsvermögen und Füllstandanzeige zum Einsatz. Die Schnitthöhe lässt sich zentral in sieben Stufen zwischen 25 bis 85 mm einstellen. Das Aluminiumgehäuse macht die Mäher gleichzeitig leicht und robust. Die MB 650 Mäher besitzen 48 cm Schnittbreite, die Modelle der Reihe MB 655 haben 53 cm Schnittbreite. bi

Mäher MB 655 YS der Serie 6 von Viking
Highlight der Serie ist der Benzin-Rasenmäher MB 655 YS mit Kawasaki-Motor und wartungsfreiem Hydrostat-Antrieb. | Foto: Viking