Urlaub mit vier Sternen und 45 Löchern

DONAUESCHINGEN, 09.10.2017 – Seit 43 Jahren liegt der Öschberghof beschaulich zwischen Freiburg und dem Bodensee. Seit gut zwei Jahren sind hier die Bagger am Werk. Das 4-Sterne-Superior-Hotel wird deutlich vergrößert und der hoteleigene Golfplatz zu einer 45-Loch-Anlage ausgebaut. Sämtliche Fairways wurden bereits und werden gerade neu gebaut und mit Infinity-Regnern und Lynx-Steuerung ausgestattet.

Die Bewässerung des Golfplatzes kann bequem per App gesteuert werden.
Die Bewässerung des Golfplatzes kann bequem per App gesteuert werden. | Fotos: Toro

Der Golfplatz des Öschberghofs ist das Revier von Heiko Hildebrandt. Seit zwei Jahren ist der Head-Greenkeeper nun dabei, daraus etwas ganz Großes zu machen: einen Golfplatz mit 45 Loch, der Golf-Liebhaber nach Donaueschingen locken soll. Für den 1. September 2018 ist das große Opening geplant. Der Termin ist fix gesetzt, ein sekundengenauer Countdown auf der Website des Hotels lässt keinerlei Verzögerungen zu.
Doch der erfahrene Greenkeeper ist zuversichtlich. Der neue East Course mit 18 Loch wurde Mitte Mai eingeweiht, die Bauarbeiten am neuen 9-Loch-West Course sind demnächst abgeschlossen und die Komplett-Erneuerung der Old Course steht in den Startlöchern. Noch putten die Golfer hier ihre letzten Bälle, doch bald schon werden die Bagger ins Green beißen und keinen Grashalm auf dem anderen lassen.

Komplette Anlage auf dem neuesten Stand

Die neuen Versorgungsleitungen für die Infinity-Regner von Toro liegen bereits demonstrativ am Rande des Fairways bereit. „Wir machen auch hier in der Old Range mitsamt Beregnung neu“, erläutert Hildebrandt. „Denn dann ist die komplette Anlage auf dem aktuellsten Stand der Technik und wir können langfristig planen.“
Was sich hier noch im Planungsstadium befindet, steht im West Course bereits kurz vor seiner Vollendung. Die Breaks sind fertig ausgestaltet und die Infinity-Regner sitzen. In der gesamten Anlage werden am Ende der Umbauarbeiten über 2.000 dieser Regner verbaut sein: doppelreihig auf den Fairways und einreihig auf allen anderen Flächen, von den Approach-Bereichen über die Sourround-Begrünung bis hin zur Gartenanlage rund um das Hotel.

Beregnung mit Köpfchen

In Donaueschingen hat man sich bewusst für diese Toro-Regner entschieden, „denn die Wartungsfreundlichkeit ist einfach fantastisch“, so der Head-Greenkeeper. „Alle Spulen und Ventile sitzen gut geschützt in einer hochwertigen und geräumigen Kunststoff-Hülse und im Fall der Fälle können wir einfach den Deckel anheben und kommen wunderbar an den Regner – ohne spezielles Werkzeug und ohne dass wir hier erst aufwändig graben müssten.“ Die dadurch gewonnene Zeit wissen Hildebrandt und seine Mitarbeiter deutlich effizienter zu nutzen.
Die Lynx-Steuerung von Toro übernimmt Nacht für Nacht die systematische Beregnung der 270 ha großen Anlage. Sie ist so programmiert, dass in jedem Bereich nur die mindestens notwendige Wassermenge ausgebracht wird. Durchschnittlich werden 100 % Wasser in zehn Minuten beregnet. Ist es sehr heiß, verdunstet mehr Feuchtigkeit. Dann wird die Wassermenge im gleichen Zeitraum auf 150 oder gar 200 % erhöht.

Die Infinity-Regner von Toro sorgen für eine gleichmäßige Bewässerung
Die Infinity-Regner von Toro sorgen für eine gleichmäßige Bewässerung.

Erfahrung als Fein-Tuning

Beste Erfahrungen hat der Profi damit gemacht, die Anlage morgens anstatt abends laufen zu lassen. „Der Öschberghof liegt in einer Senke, die von Wald umgeben ist – und durch die ein Bach verläuft. Hier fängt sich gerne der Frühnebel. Wenn ich morgens beregne, dann bekomme ich den Tau damit gleichzeitig weg, die Pflanzen sind weniger anfällig für Krankheiten und haben den Tag über genug Wasser.“
Für das Fein-Tuning in seinem Beregnungs-Konzept verlässt sich Hildebrandt jedoch gerne auf seine fast 30-jährige Erfahrung. „Wir sehen uns jeden Tag jede Ecke unserer grünen Oase sehr genau an“, so der Profi, „und bewässern und düngen nach der Devise ‚weniger ist mehr‘“. Seine Greenkeeper entscheiden dann vor Ort, ob einzelne Flächen noch nachberegnet werden müssen. „Dafür ist die App von Toro Gold wert“, so der Regenmacher. „Mit ihr kann ich jeden einzelnen Regner ansteuern und sehr zielgenau wässern. Wenn es sich darüber hinaus um einzelne kleinere Flächen handelt, dann schließen wir auch schon mal den Wasserschlauch an eine der vielen möglichen Entnahmestellen an und bewässern punktuell auf die ganz altmodische Art per Hand.“ Dieses Vorgehen verlangt viel Fingerspitzengefühl und einen hohen Zeiteinsatz seines Teams. Aber unterm Strich hat er damit bereits in den letzten Jahren den Platz in einem sehr guten Zustand gehalten und trotzdem sehr viel Wasser und Dünger gespart.

Unabhängiges und nachhaltiges System

Für die Beregnung seines Platzes nutzt Heiko Hildebrandt bisher kein Stadtwasser, sondern reines Oberflächenwasser – und auch das soll für die 45-Loch-Anlage so bleiben. Darum erstreckt sich durch das ganze Areal ein ausgeklügeltes System mit sieben Speicherseen und diversen Bachläufen und Drainagen, durch welche die wunderschön in die Landschaft integrierten Wasserspeicher miteinander verbunden sind. „Wir sind damit völlig unabhängig“, freut sich Hildebrandt. „Und wenn im West Course mehr Wasser benötigt wird als im East Course, dann können wir es ganz gezielt und für die Golfer unsichtbar dorthin pumpen.“
So langfristig der Öschberghof geplant ist, so langfristig wünscht sich der Head-Greenkeeper auch die Zusammenarbeit mit Toro: „Wir arbeiten schon seit vielen Jahren mit Toro zusammen. Für mich war die Kombination aus Innovationskraft, Produktqualität und Verlässlichkeit ein ganz entscheidender Punkt, warum wir uns auch für die Neuanlage wieder für Toro entschieden haben. Zum einen ist es die Ersatzteilsicherheit, auf die wir hohen Wert legen. Und zum anderen ist es auch die Tatsache, dass sich die Technik ständig weiterentwickelt. Hier wollen wir auch in Zukunft die Möglichkeit haben, modular zu erneuern und unseren Golfplatz damit langfristig nachhaltig bewirtschaften.“ bi