Forschungsprojekt MoosTex: Mooswände im Test gegen Feinstaub

LUDWIGSBURG/STUTTGART, 01.12.2017 – Moose gelten u.a. aufgrund ihrer großen Blattfläche als mögliches Mittel, der Feinstaubproblematik entgegen zu wirken. „Moosprojekte“ wurden in einigen Städten bereits umgesetzt. Als Testgebiet für ein neues Forschungsprojekt wurden jetzt Ludwigsburg und Stuttgart erklärt.

Test der Moos-Panel in Ludwigsburg
Test der Moos-Panel in Ludwigsburg. Foto: Helix Pflanzen
Die Ed. Züblin AG, die Helix Pflanzen GmbH und die DITF Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung haben sich zum Forschungsprojekt MoosTex zusammengeschlossen, um das Potenzial von Mooswänden optimal auszuschöpfen. Im April 2017 starteten die Entwicklungsarbeiten bei MoosTex. Seit November werden nun insgesamt zehn feinstaub-schluckende Mooswände unter realen Umweltbedingungen an verschiedenen Standorten getestet: an der B 27 in Ludwigsburg, auf dem Gelände des ADAC Württemberg im Bereich Neckartor in Stuttgart sowie auf den Geländen von Helix und DITF.
Schematischer Aufbau eines Moos-Paneels
Moos-Panel. Abb.: Ed. Züblin

Verschiedene Moosarten getestet

Ziel ist es, ein mit Moosen besiedeltes, modulares Wandsystem zur Feinstaubbindung zu entwickeln, das in urbanen Räumen mit hoher Verkehrsbelastung flexibel und wirtschaftlich eingesetzt werden kann. Im Projekt werden zur Sicherstellung einer optimalen Funktionalität der Moose verschiedene Moosarten und Bewässerungssysteme bei unterschiedlichen Umweltbedingungen getestet. Untersuchungen zur Verifizierung der Feinstaubaufnahme der Moose sind ebenfalls Bestandteil des Projekts.

Förderung durch Bundesministerium

Das Projekt läuft bis Anfang 2020 und wird im Rahmen des Förderprogramms „ZIM-Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. bi