Mecklenburg-Vorpommern: Ingenieurpreis für das Netzquartier

SCHWERIN, 25.09.2017 – Am 21.September wurde der 8. Ingenieurpreis Mecklenburg-Vorpommern vergeben. Erstplatziert ist das Team der Inros Lackner SE aus Rostock für das „50 Hertz Netzquartier Berlin“. Die Erste Anerkennung ging an Daniel Engel von der Hochschule Wismar für seine Masterarbeit zum „Ersatzneubau Hochbrücke Levensau“.

Netzquartier Berlin
Der Ingenieurpreis Mecklenburg-Vorpommern 2017 geht an Inros Lackner SE für die Firmenzentrale des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz in Berlin.

Mit dem Ingenieurpreis würdigen die Ingenieurkammer und der Ingenieurrat Mecklenburg-Vorpommerns herausragende Leistungen von Ingenieuren aus dem nordöstlichen Bundesland. Die Firmenzentrale des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz in Berlin wurde vor allem für das Energiekonzept prämiert. In der Laudatio würdigte Jurymitglied Prof. Dr. Foppe besonders die Betonkerntemperierung, zusätzlich installierte Heiz-Kühl-Decken, ein innovatives Versorgungskonzept mit der Abwärmenutzung zur Spitzenlastabdeckung mit Fernwärme und die Rotationswärmetauscher mit einem Rückgewinnungsgrad von über 75 %. Die Anforderungen der Energieeinsparverordnung in Bezug auf den Strombedarf wurden um ca. 20 % und für den Primärenergiebedarf um fast 50 % unterschritten.

Entwurf einer neuen Levensauer Hochbrücke

„Ersatzneubau Hochbrücke Levensau“: Die Brücke wird als Hilfsgerüst zur Montage der neuen Brücke genutzt und danach von der neuen Brücke abgerissen. Für seine Berechnungen der Bauphasen erhielt Daniel Engel die 1. Anerkennung.

Idee für die Levensauer Hochbrücke

Für seine Masterarbeit zum „Ersatzneubau Hochbrücke Levensau“ erhielt Daniel Engel von der Hochschule Wismar die Erste Anerkennung. In dem Projekt gilt es, eine 123 Jahre alte, genietete Stahlkonstruktion der Hochbrücke Levensau, die bei Kiel eine zweispurige Kreisstraße sowie eine Eisenbahntrasse über den Nord-Ostsee-Kanal führt, durch einen Neubau zu ersetzen, der dem gestiegenen Verkehrsaufkommen gerecht werden kann. Engel schlägt in seiner Masterarbeit vor, das bestehende Brückenbauwerk als Hilfsgerüst zur Montage der neuen Brücke zu nutzen, um danach von der neuen Brücke aus die alte abzureißen. In der Arbeit wurden mittels komplexer Berechnungen die acht Bauphasen des Projektes simuliert und optimiert.

Nachwuchs-Preise

Die zweite Anerkennung ging an das ThaiGer-H2-Racing-Team an der Hochschule Stralsund für die Entwicklung und Fertigung eines Leichtrennwagens. Sieger des Schülerwettbewerbs „Junior Ing“ ist Hannes Wolna, Schüler der 12. Klasse des Innerstädtischen Gymnasiums Rostock mit seinem Projekt „Die sensorische Messung von Kräften an künstlichen Hüftgelenken“.
Am 21. September prämierten Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, Ingenieurkammerpräsident Wulf Kawan und Ingenieurratsmitglied Torsten Habicht in Schwerin die Sieger. Der Ingenieurpreis ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert.



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