Nah am Kunden: Ditch Witch auf Europa-Tournee

SCHÖNEBECK, 11.07.2017 – Nach der Neuvorstellung der JT 40 im Oktober 2016 in Barcelona hat sich Ditch Witch in diesem Frühjahr auf den Weg durch Europa gemacht, um den Kunden mit einer Road Show das fast komplette Produktprogramm nahe zu bringen. In Deutschland machte der Tross an zwei Stellen Station.

von Artur zu Eulenburg

Kabelpflug
Vorführen und ausprobieren: ein Kabelpflug in Aktion. | Fotos: B_I / zu Eulenburg

Organisiert wurde dieser Trip durch Europa vom Ditch Witch-Europastützpunkt in Barcelona in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen nationalen Händlern und mit Unterstützung des Stammhauses in den USA. Ausgangspunkt für die Idee einer solchen Road Show war eine gewisse Unzufriedenheit mit der Effizienz und den eingeschränkten Präsentationsmöglichkeiten auf den großen Messen. „Wir wollten mit unseren Maschinen näher zu den Kunden, und wir wollten praktisch vorführen, was die Maschinen können“, sagt Brian Jörgensen, Leiter der Europa-Niederlassung in Barcelona. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wurde ein erheblicher Aufwand betrieben. Neben den Geräten, die seitens der Händler an den Veranstaltungsorten bereit gestellt wurden, war Ditch Witch Barcelona mit drei schweren Trucks, voll beladen mit Maschinen und Equipment, und einer Truppe aus 16 Personen aus Barcelona und aus den USA durch Europa unterwegs. Die Tour startete in Amsterdam, von dort aus ging es nach Venedig, nach Berg in der Oberpfalz und nach Schönebeck bei Magdeburg. Weiter führte der Weg nach Helsingborg in Schweden und schließlich ins britische Coventry.

Ergebnis der Anstrengungen lässt sich sehen

In Berg und in Schönebeck gelang es Ditch Witch in Kooperation mit den Händlern Tramann+Sohn, L-Team Baumaschinen und Ricona Maschinenvertrieb, den eingeladenen Kunden das nahezu komplette Produktprogramm vom kleinen Skid Steer über die Kabelpflüge und Grabenfräsen bis hin zur 45-Tonnen Bohranlage zum Anfassen zu präsentieren und vorzuführen. Auch für das in Deutschland umstrittene Thema Microtrenching gab es die passende Ausrüstung zu sehen. Zwei Bohrsimulatoren, zur Verfügung gestellt vom Bau ABC in Rostrup, boten auch Besuchern, die mit dem Horizontalbohren noch nicht so vertraut waren, die Gelegenheit, virtuell eine Bohrung auszuführen.

Imlochhammer von Hammerhead
Vorgestellt wurde unter anderem ein 2-Zoll Imlochhammer von Hammerhead, mit dem sich die kleine JT 10 mit überschaubarem Aufwand für Felsbohrungen nachrüsten lässt.

Neuheiten zum Anfassen

Zu den Highlights der Show gehörte neben der neuen JT 40 ein kleiner 2-Zoll-Imlochhammer von Hammerhead, mit dem sich die kleine JT 10 mit überschaubarem Aufwand für Felsbohrungen nachrüsten lässt. Gedacht ist diese Lösung für Unternehmen, die nicht ständig mit Felsbohrungen zu tun haben, hin und wieder jedoch auch mit felsiger Geologie konfrontiert werden. „Da dieser Hammer mit relativ wenig Druckluft betrieben werden kann, reicht auf der Baustelle auch ein kleiner Kompressor, so wie er überall verfügbar ist, erläutert Bernd Steinmetz von Ditch Witch Barcelona.

Bohrkopf unter Kontrolle

Ein weiterer Fokus lag auf der Präsentation der neusten Steuerungs- und Vermessungslösungen von Subsite mit der aktuellsten Version des Commander 7. Diese Technologie ermöglicht es dem Bediener der Bohrmaschine nicht nur, den Verlauf der Bohrung zu verfolgen, zu kontrollieren und zu dokumentieren. Darüber hinaus kann das Ortungsgerät auch als Zielpunkt genutzt werden, auf den die Bohranlage selbständig zusteuert. Dabei wird kontinuierlich kontrolliert, wo sich der Bohrkopf aktuell befindet. Ergänzt wurde dieses Thema mit zwei Vorträgen über die Subsite Ortungstechnik, über den Zugkraftmesser sowie über Datenerfassung.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Entsorgungsproblematik waren auch Lösungen für das Recycling der Bohrspülung und das Absaugen des Bohrschlammes mit Vakuumtechnologie zu sehen.

Commander 7
Ein Fokus lag auf der Präsentation der neusten Steuerungs- und Vermessungslösungen von Subsite mit der aktuellsten Version des Commander 7.

Voller Erfolg

Neben dem engen Kundenkontakt ist diese Road Show für Brian Jörgensen auch eine ausgezeichnete Gelegenheit, die Beziehung und das Miteinander von Hersteller und Händler zu verbessern. „Durch diese Art der engen Zusammenarbeit lernt man voneinander und bekommt einen besseren Eindruck für die jeweiligen Verhältnisse vor Ort.“
Die Bilanz der Road Show fällt für die Beteiligten rundum positiv aus. Was die Termine in Deutschland betrifft, kamen nach Berg und nach Schönebeck jeweils rund 100 Kunden aus sieben Ländern. „Ein tolles Ergebnis“, freut sich Brian Jörgensen. Auch Detlef Kaiser von Tramann + Sohn zieht eine positives Fazit. „Wir hatten an beiden Tagen eine gute Resonanz und mit der Qualität der Besucher waren wir sehr zufrieden.“ Für die Zukunft sieht er hinsichtlich der Organisation noch Optimierungspotenzial. „Aus Händlersicht sollten wir bei dem erforderlichen logistischen Aufwand überlegen, so eine Veranstaltung auf zwei bis drei Tage auszudehnen“, so sein Vorschlag, denn nach den jetzt gewonnenen Erfahrungen soll diese Road Show nicht die letzte gewesen sein.

Vorführgelände bei Tramann
Auf dem großen Gelände der Niederlassung von Tramann + Sohn in Schönebeck wurde nahezu das komplette Programm von Ditch Witch präsentiert. Die neue JT 40 gehörte zu den Attraktionen der Road Show.