Funke-Schacht DN 1000: Gelungene Premiere in Elchingen

HAMM, 14.11.2017 – In einem Neubaugebiet in der bayerischen Gemeinde Elchingen bei Ulm sind 16 Schächte DN 1000 von Funke eingebaut worden – Premiere in dieser Region. Mit ihrer Werkstoffkombination von Beton und Kunststoff ließen sich im Bereich Abwasser viele Probleme lösen.

1000er Schacht auf der Baustelle in Elchingen
Auftriebssicherheit aufgrund des Unterteils aus Beton, hervorragende Korrosions- und Abriebsbeständigkeit sowie optimale Hydraulik dank glatter PU-Auskleidung: Der begehbare 1000er Schacht der Funke Kunststoffe GmbH vereint die Vorzüge verschiedener Werkstoffe zu einem System mit vielen Vorteilen.

Mit der Umwidmung des Mischgebietes „Obere Mühlau“ in ein allgemeines Wohngebiet schafft die Gemeinde Elchingen in unmittelbarer Nähe der Donau 42 neue Baugrundstücke. Der überplante Bereich zwischen der Straße „Am Seegraben“ und der Staatsstraße 2021 umfasst eine Fläche von 4 ha, von denen 3,4 ha in Gemeindebesitz sind. Für die Erschließung des Gebietes setzte die mit der Planung beauftragte Ingenieurbüro Wassermüller Ulm GmbH auf eine Reihe unterschiedlicher Produkte der Funke Kunststoffe GmbH. Unter anderem baute die Firma Leonhard Weiss 16 Exemplare des Funke-Schachtes DN 1000 ein. Die Entscheidung war insofern nicht selbstverständlich, als bei vergleichbaren Projekten in der Region bislang ausnahmslos herkömmliche Schächte aus Beton zum Einsatz gekommen sind.

Beton trägt zur erforderlichen Auftriebssicherheit und zur Verschiebesicherheit des Schachtes bei. Die PU-Auskleidung des Unterteils sorgt für eine erhöhte Qualität im Gerinne.

Materialmix im „Wohnzimmer“

Wenn man einen Blick in einen der Funke-Schächte werfe, schaue das aus „wie im Wohnzimmer“. Das Resümee von Planer Thomas Sauter unterstreicht die große Zufriedenheit aller Beteiligten mit dem Produkt von Funke, das die günstigen Eigenschaften verschiedener Werkstoffe zu einer Lösung mit zahlreichen Vorteilen kombiniert. Hier zählt auch die ansprechende Optik, auf die der Planer mit seiner bildhaft formulierten Aussage anspielt. „Das Steigrohr aus PVC-U punktet nicht nur mit gutem Handling, sondern überzeugt auch durch seine qualitativ gute, fugenlose Oberfläche“, erklärt Sauter. Die PU-Auskleidung des Unterteils wiederum sorge für eine erhöhte Qualität im Gerinne. Überzeugt habe aber vor allem die Verbindung von Kunststoff mit Beton. Beton kommt sowohl bei der Fertigung des Unterteils als auch des Konus zum Einsatz, ausgekleidet sind beide Elemente mit PU. Das Gewicht des Betons sorgt für die erforderliche Auftriebssicherheit und Standsicherheit. Und noch einen Vorteil sieht Sauter darin, dass der Konus aus Beton besteht: Dank des robusten Materials müsse man beim Einsatz des Verdichtungsgeräts nicht übervorsichtig zu Werke gehen. Gerade dem Thema Auftriebssicherheit misst der Planer hohe Bedeutung bei. In der Vergangenheit habe man bei Wassermüller zwar verschiedentlich Lösungen aus Kunststoff in Betracht gezogen und auch tatsächlich Alternativen getestet, auf ganzer Linie überzeugt habe aber erst das Produkt von Funke. Gerade im Bereich Abwasser ließen sich mit der Kombination aus Beton und Kunststoff mit Sicherheit viele Probleme lösen.

Durchdachte Ausstattungsdetails

„Mit Blick auf die Materialwahl vereint der Funke Schacht DN 1000 das Beste aus zwei Werkstoff-Welten“, so Funke-Fachberater Gerald Barth. „Natürlich können wir mit unserem Schacht alles umsetzen, was ein Betonschacht bietet, etwa Dimensionswechsel, Richtungsänderungen oder verschiedene Zu- und Abläufe; selbst Reduktionen sind möglich.“ Vorzüge bieten aber auch zahlreiche durchdachte Ausstattungsdetails, die zu einem schnellen Baufortschritt beitragen. Zu denen zählen zum Beispiel Seilschlaufen, mit denen der Konus werkseitig ausgestattet wird und die das Handling auf der Baustelle einfacher machen. Damit sich die lotgerechte Montage des Steigrohrs aus PVC-U so unkompliziert wie möglich gestaltet, sollte ein Umreifungshebegurt benutzt werden, der ebenfalls bei Funke zu beziehen ist; eine Abziehhilfe erleichtert die Höhenanpassung des Auflagers für den Konus. Arbeitserleichterung versprechen auch innen und außen am Schachtunterteil angebrachte Kennzeichnungen, die Angaben über die Nennweiten von Zu- und Ablauf sowie die Fließrichtung enthalten. Die Schachtmuffen sind mit dem CI-Dichtsystem ausgestattet und erlauben den einwandfreien Anschluss von PVC-U- Rohren nach DIN EN 1401 in den Ausführungen SN 8 bis SN 16, zum Beispiel HS- oder Connex-Kanalrohre. Besonders erwähnenswert: In Fließrichtung gibt es keine Hindernisse, da die Zulaufmuffe für die Wanddicke von mindestens SN 8-Rohren und die Auslaufmuffe für die Wandstärke von maximal SN 16-Rohren aus PVC-U ausgebildet ist. Ausdrückliches Lob gab es in Unterelchingen für eine im Lieferumfang inbegriffene Ergänzung, die zur Sicherheit auf der Baustelle beiträgt: „Die mitgelieferte Schutzplatte aus Holz ist ziemlich praktisch als Absturzsicherung“, so Bauleiter Lars Jasmer, Leonhard Weiss GmbH & Co. KG, „das ist eine gute Alternative zu den Stahlabdeckungen, welche in der Regel für Betonschächte verwendet werden.“

Steigrohr
Die Innenseite des Steigrohrs ist glatt, die gewellte Außenseite wirkt bei fachgerechter Verdichtung des Schachtbauwerkes einem Auftrieb des Steigrohrs entgegen. Bei Bedarf kann das Steigrohr auf der Baustelle in 10-cm-Schritten abgelängt werden.

Alles passt und funktioniert

Dass im Neubaugebiet Obere Mühlau der 1000er Schacht von Funke seine Premiere in der Region erleben würde, hatte sich im Vorfeld auch unter den Vertretern benachbarter Kommunen herumgesprochen. Die konnten sich bei einem eigens anberaumten Lokaltermin mit Auftraggeber, Planer und Hersteller ebenso mit eigenen Augen von den Vorzügen und der Funktionsweise des innovativen Bauteils überzeugen wie die Mitarbeiter verschiedener anderer Ingenieurbüros. Daniela Kirschmer, bei der Gemeinde Elchingen im Fachbereich Bautechnik tätig, hebt neben geringem Gewicht und leichtem Handling einen weiteren Vorteil des Werkstoffs hervor: „Gerade bei stark kalkhaltigem Quellwasser setzen wir verstärkt auf Rohrsysteme aus Kunststoff, da sich der Kalk eher mit Beton verbindet als mit Kunststoff“. Mit Produkten von Funke, so Kirschmers positives Fazit, habe man „noch nie ein Problem“ gehabt: „Gute Produkte, alles passt hundertprozentig und funktioniert.“ Mit Blick auf den Faktor Zeit sei die einfache und schnelle Verlegung besonders attraktiv; auch die Anlieferung der Produkte auf die Baustelle sei passend zum Bauzeitenplan erfolgt. Planer Sauter bestätigt: „Dadurch dass alles aus einer Hand stammte, gab es keine produktwechselbedingten Schnittstellenprobleme. Wir waren von der Genauigkeit auf der Baustelle sehr angetan.“